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Renés LuAZ-967M

Zur Nachrüstung einer Differentialsperre in die LuAZ Vorderachse braucht man ein Hinterachsgetriebe als Teilespender.

Zunächst mussten beide Getriebe zerlegt werden. Der Einfachheit halber habe ich den kompletten Differentialkorb von hinten vorn verbaut,

natürlich bis auf das Tellerrad, da dieses ja paarig mit dem Kegelrad eingeschliffen ist. Noch eben das Teller-Kegelrad-Spiel neu eingestellt

und dann sah das so aus. Man sollte nicht vergessen in der Lagerplatte das Loch zu verschließen, sonst hat man später heftigen Ölverlust zu beklagen.

 Stattdessen muss im Diff-Sperren-Gehäusedeckel an der passenden Stelle ein Loch gebohrt werden.

 

Was dann kam war etwas kniffliger. Da die Schaltstange nicht quer durch das Getriebe geführt werden kann (Getriebewelle ist im Weg) muss

eine äußere Führung konstruiert werden. Hier die Schaltwelle. Man beachte die zwei Schaltkerben in der Stange. Natürlich wurde sie gekürzt und von

der anderen Seite in die Schaltklaue gesteckt und versplintet.

 

Und dies ist die neue Führung. Dafür habe ich einen 14er Bremszylinder vom Golf 1 verwendet. Der Anschluss für die Bremsleitung habe ich aufgebohrt,

 bis in den Zylinder durch. In dieses Loch wird später die Schaltkugel eingeführt und die Druckfeder eingesetzt. Die Kugel drückt in die oben

 erwähnten Schaltkerben und sichert den entsprechenden Schaltmodus.

 

So sieht das dann im zusammengebauten Zustand aus. Die Welle musste natürlich mit einem passenden Gummifaltenbalg

gegen das Auslaufen des Öls gesichert werden. Der Umlenkhebel liegt in der Konstruktion (später zu sehen).

Wichtig noch: es muss genügend Platz für den Ring der Achsmanschetten verbleiben!

 

Hier sieht man im Hintergrund den Umlenkhebel.

 

Das einbaufertige Getriebe im Vergleich zum Original.

 

Und passt! Hier sieht man schon den zusätzlichen Schalthebel und die Schaltstange. Die Antriebswelle ist noch zu kürzen.

 Nicht ganz so kurz wie die Welle hinten links, aber doch erheblich gegenüber der originalen Welle. Das reinfummeln der Antriebswelle mit

den Gleitsteinen ist richtige Fummelei aufgrund der beengten Platzverhältnisse. Ist nur noch möglich, wenn man den Wagen vorn

aufbockt und das Achsfangband rechts abbaut um die rechte Vorderachse weiter abzusenken! Wer genau hinschaut, sieht auch,

dass ich bei der Gelegenheit einen Schalter für den Rückfahrscheinwerfer mit eingebaut habe, wo ich das Getriebe schon mal in Arbeit hatte.

 

Die gesamte Mechanik wurde tief genug angeordnet, um nicht mit der Fußmulde der Getriebeverkleidung zu kollidieren.

Die Schaltstange ist den Gegebenheiten entsprechend zu biegen.

 

Zwei Hebel: Einer für Diff-Sperre hinten, einer für die vordere. Das Kabel ist noch für den anzuschließenden Rückfahrscheinwerfer.

 

 

Austausch des K133A Vergasers gegen den Register-Vergaser 2108 vom Lada Samara

 

Benötigt wird:

- Lada Samara 2108 Vergaser (DAAZ-2108-1107010)

- Adapterstück Vergaserflansch

- Luftfilteranschluss (Moskwitsch AZLK-2140- Lada Aleko)

- 4 xHelicoil M8 x 12

- Aluminiumplatte 65x130x3-6

- Dichtungspapier

- Hylomar

- Stück Gummimatte

- diverse Schrauben

- Metallstab 5mm Durchmesser

- Kleinkram

 

Zunächst muss der alte K133A Vergaser natürlich mal runter. Auch dass etwa 4 cm dicke Distanzstück, welches unter dem Vergaser auf der Ansaugbrücke sitzt muss entfernt werden. Sonst käme der Lada Vergaser zu hoch und die Haube ließe sich zum Schluss nicht mehr schließen.

Das Adapterstück muss nun vorbereitet werden: Da im eingebauten Zustand zu wenig Platz herrscht, die Verbindungsschrauben von Adapter und Vergaser von unten mit Muttern fest zu ziehen, müssen in die 4 Bohrlöcher in den Ecken M8 Helicoil-Gewinde eingesetzt werden.

 

 

Danach wird der Adapterflansch auf die Ansaugbrücke angepasst. Dazu muss das Loch im Luftleitblech entsprechend vergrößert werden. Dazu eignet sich am besten ein Luftdruckfräser oder Dremel. Außerdem musste das Blech mit einigen gezielten festen Hammerschlägen zur Lichtmaschine hin um etwa 5-10mm tiefgezogen werden, damit der Adapter richtig passt.

 

 

Aus der Ansaugbrücke werden dann die beiden Stehbolzen entfernt und der Adapterflansch unter Verwendung einer originalen Flanschdichtung mit zwei M8 Imbusschrauben auf die Brücke aufgeschraubt.

 

 

Als nächstes muss eine Zwischenplatte angefertigt werden, die zwischen Adapterflansch und Vergaser gesetzt wird. Der Lada-Vergaser hat an der Unterseite offene Kanäle. Diese müssen durch die Platte verschlossen werden um die einwandfreie Funktion des Vergasers zu gewährleisten. Im Grunde ist es eine einfache 3 bis 6mm starke Aluplatte mit den 4 x 8mm Bohrlöchern in den Ecken und den 2 Großen Löchern für das Gasgemisch. (ohne Bild)

Diese Platte habe ich einfach mit Hylomar auf den Adapterflansch geklebt. Zum Vergaser hin hab ich eine der Aluplatte entsprechende Dichtung aus Dichtungspapier geschnippelt. Also Dichtung auf die Aluplatte und den Vergaser draufsetzen. Mit 4x M8 Imbusschrauben wird der Vergaser festgeschraubt. Dabei dürfen die Schrauben nicht zu lang sein, sonst drücken sie auf das Luftleitblech und deformieren dieses. Der Stutzen von der Vergaservorwärmung wird übrigens nicht gebraucht und kann entfernt werden.

 

 

Nun kann man schon Choke-Zug und Benzinschlauch anschließen. An den zweiten Stutzen wird eine Rücklaufleitung zum Benzintank angeschlossen. Da der LuAZ so was nicht hat, und ich bislang noch nie Probleme mit Dampfblasenbildung hatte, hab ich den Stutzen kurzer Hand mit einem Blindstopfen abgedichtet. Der Unterdruckschlauch zur Zündverstellung wurde schnell montiert.

Dann muss das Magnetventil noch mit einem Kabel an Klemme 15 (bzw. „BK“ an der Zündspule) angeschlossen werden und schon kann man einen ersten Startversuch wagen.

Natürlich muss der Gaszug noch angeschlossen werden.

Dies erfordert etwas Bastelgeschick, denn während der K133A beim LuAZ mit einem Gestänge angesteuert wird, wird der Lada-Vergaser offensichtlich mit einem Bowdenzug bedient.

Nach eigener Erfahrung sind Bowdenzüge grundsätzlich potentielle Fehlerquellen. Vor allem in Fahrzeugen, die als Arbeitstiere rangenommen werden. Ich habe daher das Gaspedalgestänge weitgehendst original gelassen und lediglich die letzte Schubstange neu angefertigt aus einem alten Metallbügel eines Plastikeimers. Wie die originale Schubstange hab ich hinten zur Längenjustierung ein M5 Gewinde aufgeschnitten.

Jetzt hat der Lada Vergaser aber den Drosselklappenschieber auf der rechten statt auf der linken Seite, wie der K133A. Daher habe ich mir ein entsprechendes U-förmiges Metallstück angefertigt, was ich links mit an die Drosselklappenwelle geschraubt habe (rechteckige Aussparung der Welle). Gemein ist jedoch, dass man durch ein einfaches gebogenes Eisen an dieser Stelle nicht mehr mit Werkzeug an die Drosselklappenwellen-Mutter kommt, um sie festzuziehen. Daher diese Ringform, die man erkennen kann. Durch den Ring kann ich einfach den 11er Steckschlüssel durchschieben und die Mutter festziehen. Das Gestänge hab ich dann rechtwinklig durch zwei an diesen Ring angeschweißte Unterlegscheiben gesteckt und mit einem Splint gesichert. Der richtige Abstand des Anlenkpunktes zur Drosselklappenachse ist wichtig, damit der Pedalweg ausreicht beide Register vollständig zu öffnen. Das kann etwas Fummelarbeit sein und muss individuell angepasst werden.

 

 

 

 

 

 

Funktioniert letztlich aber einwandfrei. Ich habe lediglich noch eine weitere Rückholfeder angebracht, da die Vergaserfeder natürlich nicht ausreicht, um das Pedal wieder hochzuholen.

Für den Anschluss des Luftfilters eignet sich der Vergaseraufsatz (vom Moskwitsch 2141). Ich habe zwischen dem Aufsatz und dem Vergaser noch eine aus einer Gummimatte selbst zugeschnittene Gummidichtung gelegt und dabei festgestellt, dass die Stehbolzen zu kurz sind. Habe sie daher entfernt und den Aufsatz einfach mit längeren M5 Schrauben festgeschraubt.

 

Na, den Anschluss an den Luftfilter wird wohl jeder selbst hinkriegen.

Bei mir sieht das dann so aus:

 

 

 

 

 

Vielleicht schmeiß ich den Ölbadluftfilter noch raus – mal sehen.

 

Unberücksichtigt blieb der Anschluss für Standgas. Ein solcher Bowdenzug ist für den Lada offensichtlich nicht vorgesehen. Er ist beim LuAZ nicht unbedingt von Nöten, daher werde ich den erstmal inaktiv lassen und mich später darum kümmern.

 

René

 


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